Month: October 2017

Wie geht´s weiter?

Ich bin zurück in Deutschland. Tansania ist allerdings deswegen nicht aus meinem Leben. Ich habe engen Kontakt zu meinen Freunden in Tansania bei Talent Search and Empowerment und in ganz Dar es Salaam. Ich vermisse viele verschiedene Dinge, und Menschen. Ich habe Angewohnheiten in Tansania angenommen, über die ich mir erst jetzt klar werde, wo ich zurück in Deutschland bin. Und ich bin ein bisschen traurig , wie schnell man sich doch an das schnelle, durchgecheckte Leben in Deutschland wieder gewöhnt.

Bild Kawaida

 

Auch mein Engagement bei Talent Search and Empowerment und bei “Kawaida e.V- Sozialer Dienst” soll weiter laufen. Ich halte das Projekt,  TSE, für eine sehr geeignete Stelle für Weltwärts- Freiwillige und möchte mich darum umso mehr bei Kawaida einbringen um zu ermöglichen, dass auch zukünftig deutsche Jugendliche die Chance bekommen, in einem so tollen Projekt wie dem Talent Search and Empowerment einen Freiwilligendienst zu machen.

Mit meiner Nachbarin Nicola Kiefer starte ich jetzt gerade ein neues kleines Spendenprojekt. Nicola häckelt sehr schöne Wintermützen und verkauft diese bei  Veranstaltungen in der Region. Auf Wunsch strickt sie aber auch verschiedene Kindermützen mit Tiermotiven und Mützen für Erwachsene. Der Gewinn aus dem Verkauf der Mützen soll als Spende für Talent Search and Empowerment verwendet werden.

 

Alltag, Gewohnheiten und Abschied

Mein letzter Weltwärts- Bericht

Ich bin wieder zurück in Deutschland. Um über die letzten Monate und das Jahr im Ganzen  euch zu berichten möchte ich meinen letzten Weltwärts- Bericht mit euch teilen. Viel Spaß beim lesen…

Fragen im standardisierten FW-Bericht

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An welchen Begleitseminaren* (Vorbereitungs- und Zwischenseminare) hast du teilgenommen? Wie lange haben sie jeweils gedauert und welche Erfahrungen hast du dabei gemacht?

Ich habe bisher an zwei Vorbereitungsseminaren und einem Zwischenseminar teilgenommen. Insgesamt waren es 9 Tage in der Vorbereitung. Das Zwischenseminar ging 6 Tage. Bei den Vorbereitungsseminaren habe ich viele Informationen spezifisch zu meiner Projektstelle, dem Einsatzland und der neuen Umgebung bekommen, aber auch zum Freiwilligendienst selbst und zu enwicklungspolitischen Fragestellungen.

Leider war das Längere der beiden Vorbereitungsseminare nicht speziell für Freiwliige, die nach Tansania entsand wurden, sondern weltweit. Somit waren viele Themen nur sehr allgemein angesprochen und man hat meiner Meinung nach nicht genug sein eigenes Gastland thematisch behandelt.

Nun werde ich im September und Oktober insgesamt 7 Seminartage besuchen, auf denen ich die Möglichkeit bekomme im Austausch mit anderen Freiwilligen meine Weltwärts-Freiwilligendienst zu reflektieren und ein Stück weit abzuschließen.

Bitte beschreibe, welche Informationen zum Thema Sicherheit dir geholfen haben und welche du dir eventuell zusätzlich gewünscht hättest. Wusstest du immer, an wen du dich in Notfällen oder bei persönlichen Krisen wenden kannst?

Ich habe durch persönliche Recherche und einem Arztgespräch vieles über gesundheitliche andere Risiken herausgefunden. Auch auf den Vorbereitungsseminaren haben wir grundlegende Tipps und Anweisungen bekommen, die uns helfen sollten unsere Sicherheit zu wahren. Was mehr geholfen hat als das theoretische Besprechen von Gefahren im Gastland, waren persönliche Berichte von Vorfreiwilligen und anderen Personen, die schon einen längeren Aufhenthalt in Tansania hatten. Auch direkt Vorort der Austausch mit Tansaniern und anderen Freiwilligen hat sehr geholfen.

Ich wusste immer an wen ich mich bei Notfällen wenden kann. Ich hatte sehr engen Kontakt zu den Mitgliedern meiner Entsendeorganisation, hatte einen Mentor in Tansania und hatte Ansprechpartner in meinem Projekt (andere Lehrkräfte, Chef von TSE).

Bitte beschreibe, welche Informationen zum Thema Gesundheit dir geholfen haben und welche du dir eventuell zusätzlich gewünscht hättest. Wusstest du, an wen du dich im Krankheitsfall wenden kannst?

Ich hatte ein Arztgespräch über gesundheitliche Risiken und wurde auf den Seminaren intensiv über sämtliche Krankheiten unterrichtet.  Ich wusste immer was ich im Krankheitsfall machen musste, kannte die Krankenhäuser in Dar es Salaam und hatte glücklicherweiße auch ärztliche Beratung durch meinen Vater. Bei Notfällen war unsere Entsendeorganisation Kawaida e.V. –Sozialer Dienst in Afrika immer gut zu erreichen. Ebenso die Auslandkrankenversicherung war immer gut erreichbar.

Hattest du eine persönliche Ansprechperson/MentorIn außerhalb deiner Einsatzstelle? War die Person für Dich gut erreichbar? Welche Erfahrungen hast du mit ihr gemacht?

Ja, Ich hatte einen Mentor, der sich hauptsächlich um unsere Visaangelegenheiten gekümmert hat. Josephat, unser Mentor war nicht immer gut zu erreichen, was aber nicht so schlimm war,da wir sehr gut zurecht kamen und sehr viele andere Ansprechpersonen hatten (PO/EO).

Bitte beschreibe deine Erfahrungen mit dem Erlangen eines Visums/einer Aufenthaltsgenehmigung. Gab es Probleme damit? Wenn ja, welche und wie konnten sie gelöst werden?

Ich bin Anfang August 2016 mit einem Touristenvisum nach Tansania eingereist und hatte sehr lange große Schwierigkeiten eine Aufenthalts- bzw. Arbeitserlaubnis zu erhalten. Ich musste zwei Mal an die tansanische Grenze um durch Aus- und Wiedereinreise ein neues drei monatiges Touristenvisum zu erhalten um überhaupt im Land bleiben zu dürfen. Das erste Mal bin ich mit meiner Mitfreiwilligen ein Wochenende an die tansanisch-kenianische Grenze gefahren nur um das Touristenvisum zu erhalten. Das „dritte“ Touristenvisum habe ich in Verbindung einer Ost-Afrikareise  erhalten, als ich nach Sambia ausgereist bin und nach zwei Wochen wieder nach Tansania zurückgekehrt bin. Somit war ich bis Mitte Februar, also rund 7 Monate ohne langfristige Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis im Gastland und habe mich an meiner Arbeitsstelle ohne Arbeiterlaubnis aufgehalten.

Es ist zu vermerken, dass diese Verzögerungen nicht unser Vergehen bzw. das Vergehen von unserer EO oder PO oder unserem Mentor waren. Wir hatten alleine in den ersten zwei Monaten sämtliche Behördengänge und haben immer schnellstmöglich alle eingeforderten Dokumente bereitgestellt. Das Hauptproblem war, dass unsere Dokumente lange nicht angenommen wurden. Jedes Mal wenn unser Mentor oder wir im Immigration Office waren, gab es ein neues Dokument, welches besorgt oder beglaubigt werden musste. Irgendwann kam es uns so vor,als wollten die Beamten uns einfach kein Visum ausstellen und würden jedes Mal wenn wir kamen eine neue Vorraussetzung „erfinden“. Es gab schlicht einfach keine genaue Zusammenfassung der vorzulegenden Dokumente. Somit hat es allein 3 Monate gedauert bis wir unsere Dokumente einreichen durften. Bis wir dann unsere Visas hatten vergingen noch einmal vier Monate, in denen es durch sehr lange Wartefristen zu Verzögerungen kam.

Ich finde es unverschämt, dass man für die Aufenthalt- und Arbeitserlaubnis 1050$ Dollar zahlt und man acht Monate darauf warten muss. Ich hoffe, dass sich die Zuständigen Institutionen in Deutschland darum bemühen, einen gewissen Druck bei tansanischen Regierungsbehörden aufzubauen um etwas zu verbessern.

Bitte beschreibe deine Hauptaufgaben am Einsatzplatz und wie du dafür mit den MitarbeiterInnen der Einsatzstelle zusammengearbeitet hast.

Talent Search and Empowerment ist eine Einrichtung für Jugendliche zwischen 15 und 26 Jahren. Das Zentrum ist jeden Tag von Montag bis Samstag von 12 bis 19 Uhr geöffnet. In dieser Zeit war ich immer anwesend. Neben der Betreuung der Jugenlichen war ich hauptsächlich für den Englisch- und Musikunterricht zuständig. Ich habe zwei Mal in der Woche zwei Englischklassen unterrichtet und habe Einzelunterricht für Schlagzeug gegeben. Außerdem gehörten Büroarbeiten zu meinen Aufgaben. Das Projekt ist für Freiwillige sehr offen gestaltbar, da die Schüler und Lehrer unkompliziert und flexibel bzw. offen gegenüber neuen Ideen sind.

In den ersten Wochen hatte ich eine Eingewöhnungsphase, in der ich noch nichts machen musste und zunächst mit den Schülern und Lehrern in Kontakt treten konnte und mich orientierte. Das hat mir sehr geholfen. Mit der Zeit und meinen steigenden Swahilikenntnissen wurde meine Arbeit selbstständiger, man sprach sich mit Führungskräften, Lehrerkollegen, aber vorallem auch den Schülern ab, welche Ziele man verfolgte. Ein großes Ziel war zum Beispiel ein Album aufzunehmen. Die Songs des Album wurden eingeübt und ich hatte mir in Absprache mit dem Musiklehrer von TSE Mosiah zum Ziel gesetzt, ein Studio zu finden, in dem wir das Album produzieren konnten. Im Dezember waren wir im Studio, im Januar hatten wir die ersten Demoversionen, im Februar ein CD-Cover und im März die fertige CD in hundertfacher Ausgabe. Ein tolles Projekt, in dem ich gemerkt habe wie eingespielt die Lehrer und Schüler sind.

Bei jedem Projekt, das ich in Angriff genommen habe, habe ich mich zunächst mit allen abgesprochen. Das hat sehr geholfen. Ich bin sehr froh einen so tollen Ort gefunden zu haben und habe durch TSE eine zweite Heimat in Tansania gefunden.

Bitte beschreibe, welche Lernerfahrungen du bislang zu entwicklungspolitischen Fragestellungen wie z.B. den Themen Globale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit gemacht hast.

Ein wichtiges Thema war und ist „helfen“. Wie helfe ich meinem Projekt, meinen tansanischen Freunden oder der Gesamtheit an Tansanniern. Helfe ich überhaupt? Hat mein Freiwilligendienst irgendjemandem anderem genutzt als mir selbst? Ich glaube, dass sich mein Projekt Talent Search and Empowerment sehr gut dazu geeignet hat sich einzubringen. Ich habe neben Unterrichtseinheiten für Musik und Englisch auch einige andere Projekte geleitet, die meine Schüler fortgebildet haben. Zum Beispiel habe ich ein Fund Raising Programm iniziiert, welches Gelder zum Kauf von neuen Musikinstrumenten beschafft hat.

Abgesehen vom Projekt habe ich oft Freunden und Bekannten finanziell ausgeholfen. Ich weiß nicht, ob ich mich in diesem Zusammenhang richtig verhalten habe. Ich konnte manchmal die Grenze nicht mehr ziehen, wen ich mit wie viel Geld unterstützen möchte und wen nicht. Ich kam irgendwann in das Dilemma, dass ich gemerkt habe, dass ich mit meinem monatlichen Budget viel mehr zur Verfügung habe, als ich benötige. Gleichzeitig habe ich gesehen, dass andere dauernd Probleme haben.

Ich glaube es gibt unterschiedliche Arten Geld spenden zu können. Die Frage ist immer, ob man spenden möchte und das Geld kurzfristig oder langfristig helfen soll. Meine Eltern standen oftmals vor dem Dilemma in welche Projekt und an welche Hilfsorganisation sie ihre Spenden richten sollen. Die Frage war: Beispielsweiße lieber in ein Bildungsprojekt oder doch lieber in die „Direkthilfe“ (ein Sack Reis in Somalia). Nun stand ich selbst vor diesem Problem immer die Möglichkeiten zu haben, entweder einem Freund privat auszuhelfen oder das Geld vermeintlich längerfristiger in Equipment für das Talent Search and Empowerment zu investieren.

Ich kam zu dem Schluss, dass nichts von beidem besser ist als das andere. Es benötigt beide Arten von Spende. Im globalen Maß gesehen, aber auch für mich persönlich gesehen. Man muss entscheiden, ob man direkt vielleicht auch kurzfristig oder langfristig ein Projekt unterstützen möchte. Man sollte nicht gegeneinander abwägen welchen Menschen es schlechter geht oder mit welcher Spende man „besser“ hilft. Jeder sollte genau die Projekte unterstützen, die er für wichtig hält. Wichtig ist, dass jedem, der sowohl kleine als auch große Problem hat  geholfen werden sollte.

Möglichkeit für den/die FW frei zu schreiben. An dieser Stelle entscheidest du selber, was du berichten möchtest.

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Ich möchte über die Menschen berichten, die ich in Tansania kennenlernen durfte. In einem solchen Jahr trifft man unbeschreiblich viele Menschen. Ich kann mich bestimmt nicht mehr an alle erinnern.  Man trifft Menschen, die man von Anfang an sympatisch findet, Menschen, die man erst nach einer Zeit wertzuschätzen lernt, Menschen, die man möglicherweiße sogar lieben lernt, aber auch Menschen, mit denen man einfach nicht klar kommt. In Tansania habe ich in diesem Jahr durch den engen Kontakt zu einem mir erst fremden Grüppchen von Menschen Freunde und Familie gewonnen. Ich habe Menschen getroffen, die sich mir bediengungslos geöffnet haben und sich auf mich, als ein Fremder in deren Land, auf eine Weiße eingelassen haben, die ich sehr zu schätzen weiß.

Ich habe mit einigen Freunden und Bekannten aus meinem direkten Umfeld Interviews geführt, die ich unter anderem auch auf meinem Blog gestellt habe. (https://johannestanzania.wordpress.com/watu-menschen/)

Irgendwann habe ich mir vorgenommen die Fragen aus diesen Interviews am Ende meines Freiwilligen Jahres selbst zu beantworten. Warum nicht auch im offiziellen Weltwärtsbericht?

1)     Kwa nini unakuja TSE? (Warum kommst du ins TSE?)

Das erst Mal kam ich zu Talent Search  and Empowerment ohne irgendjemand zu kennen.  Ich war aufgeregt und konnte mich fast mit niemandem unterhalten, weil ich noch kein Wort  Swahili konnte. Im Laufe des Jahres habe ich dank TSE, Swahili gelernt und ich kam jeden Tag ins TSE, um meine Freunde zu treffen. Auf dem Gelände von TSE entsteht so gut wie jeden Tag eine gigantische Atmosphäre. Wenn sich 15- 20 Schüler gleichzeit in künstlerischen Projekten betätigen, entsteht eine tolle Stimmung. Am einen Ende des Grundstücks übt eine Gruppe Tanz, auf der anderen Seite eine Gruppe Sänger. Drinnen gibt es fünf verschiedene Schüler oder Schülerinnen,  die unabhängig von einander ihr Instrument üben. Es entsteht ein ohrenbetäubender Lärm und es ist herrlich. Wenn man möchte und Zeit hat kann man sich draußen an der frischen Luft in den Schatten unter einen Baum setzen sich mit seinen Kumpels unterhalten oder sein Instrument üben.

Allein wegen dieser wunderbaren Stimmung hat es sich für mich jeden Tag gelohnt ins TSE zu kommen.

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2)     Unamuda gani TSE?  (Wie lange bist du schon beim TSE dabei?)

Ich bin seit 13 Monaten bei Talent Search and Empowerment und werde wahrscheinlich zukünftig so oft wie möglich zurückkehren. Das Talent Search and Empowerment lässt mich so schnell nicht mehr los.

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3)     Niambie hadithi yako nzuri kutoka TSE! (Erzähle von deinem schönsten Erlebnis mit dem TSE!)

Es gab sehr viele schöne Erlebnisse. Eins der coolsten Erlebnisse war eine Show in dem Goethe Institut in Dar es Salaam. Den Auftritt hatte ich „klar“ gemacht und unsere Band von TSE stellte an dem Abend das erste Mal das neu erschienene Album „African Daugter“ vor. Wir waren mit der ganzen Truppe des TSE dort, also um die 20 Schüler und Lehrer. Die Band hatte extrem gute Laune an dem Abend und hat eine klasse Show abgeliefert, die Viele zum Tanzen animierte. Unsere Auftrittszeit wurde überzogen und die Zuhörer wollten gar nicht mehr, dass die Band aufhört zu spielen. An dem Abend wusste ich, dass das Projekt  „Album-Produktion“ funktioniert hatte.

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4)     Vitu gani unapenda Tanzania? (Was magst du an Tansania?)

Ich mag Chipsi Mayai (Eier-Pommes-Omlett). Ich finde Pikipiki (Motorradtaxi) fahren ziemlich cool und höre gerne tansanische Musik.

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5)     Vitu gani hupendi Tanzania? (Was magst du an Tansania nicht?)

Manchmal ist es sehr anstrengend zu warten. Alle brauchen immer lange und sind immer zu spät. Ich habe mir irgendwann angewöhnt selbst erst immer eine viertel Stunde später zu Verabredungen aufzutauchen um unnötiges Warten zu vermeiden.

Es gibt sehr viel Korrupte und unsympatische Polizeibeamte in Tansania. Wir hatten in diesem Jahr mehrere Male mit der Polizei zu tun und jedes Mal hatten wir danach einen noch schlechteren Eindruck von den „Ordnungshütern“.

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6)     Unajua/Unapenda nini kuhusu Ujerumani? (Was weißt du bzw. was magst du an Deutschland?)

Nun bin ich wieder zurück in Deustchland, und merke wie viele alltägliche Dinge ich unbewusst vermisst habe. Leitungswasser aus dem Wasserhahn trinken zu können, deutsches Brot, mit Freunden zu grillen… Ich wollte gerade auch sagen, dass es schön ist, dass Deutschland so eine tolle Verkehrsanbindung hat, sitze gerade aber in einem Zug nach Berlin und musste auf meiner Reise schon zwei Mal umsteigen und habe wahrscheinlich zwei Stunden Verspätung.

Deutsche Bürokratie ist etwas schönes. Bei allen Mängeln, die jeden Tag kritisiert werden, glaube ich, dass die deutschhe Bürokratie eine der produktivsten und schnellsten der Welt ist.

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Leider saßen Anna und ich auf dem Rückflug gute 20 Meter weiter hinten in der Economy Class

7)     Unadhani nini kuhusu volunteers kijerumani? (Was denkst du über deutsche Freiwillige?)

Ich glaube, dass der deutsche Freiwilligendienst keine herrausragende produktive Investition ist um Entwicklungshilfe zu leisten. Ich glaube, dass der Freiwilligendienst eine tolle Möglichkeit ist für deutsche Jugendliche ein Jahr in einem fremden Land, die Menschen und Kultur kennen zulernen. Ich glaube auch, dass es in einem solchen Jahr so viele Ausstauschmöglichkeiten gibt wie fast sonst niergens und ich glaube, dass wir als Teilnehmer eines solchen Programms einen großen Teil zu einer Aufklärung beitragen, die nicht zu unterschätzen ist. Man berichtet, man nimmt Berührungsängste, man löst Vorurteile, man bringt Menschen näher zueinander auch wenn sie tausende von Kilometern von einander entfernt sind. Ich werde immer ein Teil Tansanias in mir tragen und dieses Jahr nie vergessen.

8)     Unalolote la kusema? (Willst du noch etwas anderes sagen?)

Ich danke allen, die dieses Jahr für mich möglich gemacht haben. Zunächst danke ich Talent Search and Empowerment für die Offenheit, die mir entgegen gebracht wurde. Ich danke allen Schülern, Teacher Mosiah und Teacher Aisha, die mich immer bei Allem unterstützt haben.

Danke an Alle, die mich organisatorisch in diesem Jahr unterstützt haben. Vor allem natürlich ein großes Dankeschön an alle von „Kawaida e.V.- Sozialer Dienst in Afrika“, Franzi, Thurid, Paula und co.. Danke an Josephat der uns sehr mit den Visas geholfen hat und danke an den Vorstand von TSE, Alfred und Erick.

Danke an Mama Lina für eine tolle Wohnung, ohne die dieses Jahr bestimmt nur halb so cool gewesen wäre. Danke an Hilda, Devotha, Steve, Irene, und Grace, die tolle Nachbarn waren und mich das ein oder andere Mal gepflegt haben, wenn ich krank im Bett lag. Danke an Anna, die ein ganzes Jahr mit mir als Mitbewohnerin ausgehalten hat und unseren anderen Kumpels in Ubungo und Dar.

Ich danke meinen Eltern und meiner Familie, die mir immer als gute Ratgeber zur Seite standen und mir aus der Ferne den Rücken gestärkt haben wenn es mal nicht so lief.

Außerdem danke ich Weltwärts und dem BMZ für die finanzielle Unterstützung und Allen, die durch private Spenden mich beziehungsweiße das Talent Search and Empowerment unterstützt haben.

Danke für ein tolles Jahr. Ich werde es nie vergessen.