Reisemonat Dezember: Bericht

Im Dezember hatte ich Urlaub. Obwohl das Programm im TSE normal weiter lief, konnte ich mir den ganzen Monat frei nehmen um mit Nils, einem Kumpel aus Deutschland, und Johanna, einer anderen Freiwilligen, die ich in Daressalam kennengelernt habe, auf Reisen zu gehen. Gestartet haben wir unseren Trip in Daressalam, von wo wir mit dem Tazara- Zug, eine der wenigen Zugstrecken in Ostafrika, bis nach New Kampiri Mposhi gefahren sind, was ungefähr 150 Kilometer nördlich von Lusaka, der Hauptstadt von Sambia liegt. Die Zugfahrt dauerte 48 Stunden. Wir haben zunächst den Süden Tansanias durchquert, dann die Grenze zu Sambia überquert, um dann noch einmal rund 700km Wegstrecke in Sambia zurückzulegen. Wie sich später herausstellte, ist in Tansania Zug fahren, nach dem Fliegen, die angenehmste Art zu Reisen. Wir hatten Betten in einem 6er-Abteil und viele Möglichkeiten uns, beispielsweise im Bordrestaurant, auszubreiten. Wir haben Karten gespielt, Mitreisende kennengelernt und auch mal einfach eine Weile die vorbeiziehende Landschaft betrachtet. Alles sehr entspannt.

In Sambia hatten wir zwei Stationen- Lusaka, die Hauptstadt von Sambia und die Viktoriafälle.

Schon bei der Ankunft in Lusaka haben wir gemerkt, dass Sambia von der Infrastruktur weiter entwickelt ist als Tansania.  So gut wie jede Straße, die wir in Lusaka gesehen haben, war ausgebaut und ohne Schlaglöcher. Da wir quasi auf direktem Weg aus Daressalam kamen, fingen wir an, die beiden Städte miteinander zu vergleichen. Das modernere Lusaka, mit großen Shoppingmalls und einer gewissen Ordnung auf den Straßen, im Vergleich mit Daressalam, das vor Straßenhändlern und –restaurants nur so wimmelt und auf den Straßen ein extremes Chaos herrscht, welches allerdings auch den Flair unserer derzeitigen Heimat ausmacht. Wir kamen zum Schluss, dass Daressalam eindeutig die coolere Stadt ist. Wir haben dann sogar beschlossen schon einen Tag früher weiter nach Livingstone, der sambischen Stadt an den Viktoriafällen zu fahren.

In Livingstone, waren wir in einem sehr schönen Hostel untergebracht. Obwohl die Tage am den Viktoriafällen zu den teuersten auf unserer Reise gehörten, hat es sich absolut gelohnt. Die Natur um die Wasserfälle ist beeindruckend. Im Dezember war Trockenzeit, sodass gar nicht viel Wasser da war.  Doch auch so sind die 100m hohen Wände, unter denen man steht, wenn man sich am Fuß der Fälle aufhält, unbegreiflich.

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Nach fünf schönen Tagen in Livingstone, dem Ort unserer Reiseroute, der am weitesten von Daressalaam weg war, traten wir zunächst die Rückreise an die tansanische Grenze an. Nach zwei Tagen Busfahrt mit einem Zwischenstop und einer weiteren Übernachtung in Lusaka erreichten wir die tansanische Grenzstadt Tunduma. Von dort machten wir uns direkt auf den Weg an unser nächstes Ziel- den Malawisee.

Wir waren alle froh nach gefühlten drei Tagen Bus fahren eimal wieder irgendwo anzukommen. Unser Aufenthalt in Matema Beach war für mich das Highlight auf unserer Reise. Matema Beach ist 40 km von der nächsten asphaltierten Straße entfernt und ist ein Ort, an dem man abschalten kann. Wir hatten eine geniale Unterkunft direkt am Sandstrand mit einem atemberaubenden Panorama des Sees und der Malawi Mountains. Die Bilder sagen alles…

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Unsere letzte Reisestation war Iringa und der nahe gelegene Ruaha Nationalpark. Wir hatten Glück, denn wir hatten an den Viktoria-Fällen Freiwillige aus Iringa kennengelernt, die uns angeboten hatten, in ihrer WG ein paar Tage unterkommen zu können. So ergab es sich, dass uns zwei Tage lang die schöne Kleinstadt Iringa von ein paar Insidern gezeigt wurde. Das war ziemlich cool, da ich glaube, dass wir ohne die Iringa-Freiwilligen nicht die Hälfte der schönen Orte Iringas gesehen hätten.

Der krönende Abschluss unserer Reise war die Safari im Ruaha National Park. Wir passierten die Parkgrenze am ersten Tag und verließen den Park genau 24 Stunden später um den Parkeintritt, der immer für 24 Stunden zu zahlen ist, voll auszunutzen. Schon am Nachmittag und Abend sahen wir extrem viele Tiere. Die Atmosphäre der tollen Natur, dem Sonnenuntergang und den vielen Tieren, die wir alle vorher noch nie ohne Zoogitter gesehen hatten, war unbeschreiblich. Geschlafen haben wir in dieser Nacht nicht so lange, da wir schon um 5:30 Uhr auf den Füßen waren. Denn morgens, wenn die Sonne noch nicht so heiß ist,  seien die Tiere aktiver. Und es hat sich auch wirklich als wahr herausgestellt. Unser Guide fuhr uns mit dem Jeep mit offenem Dach an wirklich beeindruckende Orte.

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Nach 20 Reisetagen und pünktlich zu Heiligabend waren wir wieder zurück in Dar und feierten ein sehr ausgelassenes tansanisch-deutsches Weihnachten in unserem Zuhause Ubungo.

Danke, Nils und Johanna, für den schönen Urlaub!!!

 

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